Ferrari hat heute das Interieurdesign vorgestellt und zugleich den Namen seines visionären neuen vollelektrischen Sportwagens bekannt gegeben: Ferrari Luce. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Marke.
„Luce“ ist mehr als ein Name. Es ist eine Vision. Wenn Ferrari von Luce spricht, definiert es keine Technologie, sondern eine Philosophie: Elektrifizierung als Mittel, nicht als Zweck – eine neue Ära, in der Design, Ingenieurskunst und Vorstellungskraft zu etwas zusammenfinden, das es zuvor nicht gab. Einfach, klar und zugleich emotional wird Luce zum Symbol für Klarheit und Inspiration und bringt Ferraris Innovationsansatz zum Ausdruck: kompromisslose Vision, transparente Gestaltung, stille Energie, die in jeder Faser spürbar ist, und eine Form, die konsequent aus der Funktion heraus entsteht.
Diese neue Namensstrategie spiegelt wider, dass der Ferrari Luce eine bedeutende Erweiterung des Portfolios des Cavallino Rampante darstellt und die nahtlose Verbindung von Tradition und Innovation verkörpert. Mit modernster Technologie, einzigartigem Design und einem Fahrerlebnis auf Klassenbestniveau vereint er Ferraris Rennsport-DNA, den zeitlosen Geist seiner Sportwagen und die sich wandelnden Realitäten moderner Lebensstile. Er bezeugt Ferraris Entschlossenheit, Erwartungen zu übertreffen: die Zukunft zu denken und den Mut zu haben, sie zu gestalten. Denn Führung bedeutet, den Weg nach vorn zu erhellen – und genau dieses Selbstverständnis verkörpert Luce.
Die Markteinführung fand in San Francisco statt und wurde gemeinsam von Ferrari und LoveFrom ausgerichtet, dem von Sir Jony Ive gemeinsam mit dem Designer Marc Newson gegründeten Kreativkollektiv, das seit fünf Jahren in allen Dimensionen des neuen Fahrzeugs mit Ferrari zusammenarbeitet. Als globales Zentrum für Technologie und Design ist San Francisco seit Langem die Heimat der weltweit innovativsten Entwicklungen im Bereich User Experience und Interface-Design.
Ferraris Entscheidung, dieses Fahrzeug gemeinsam mit LoveFrom zu konzipieren, ist ein bewusster Ausdruck der Zukunftsvision der Marke: ein Automobil, das Ferraris legendäres Erbe würdigt, zugleich Konventionen hinterfragt und jedes Detail neu denkt – von Materialien und Ergonomie über das Interface bis hin zum gesamten Nutzungserlebnis. LoveFrom erhielt von Beginn an den kreativen Freiraum, die gestalterische Richtung des Projekts festzulegen und eine neue, interdisziplinäre Designsprache in ein authentisches Ferrari-Erlebnis zu übersetzen.
Die zentralen Interieur-Komponenten geben einen ersten, greifbaren Einblick in die Designphilosophie des Ferrari Luce, in der Innovation auf Handwerkskunst und avantgardistisches Design trifft. Das Team konzentrierte sich darauf, jede Lösung bis zu ihrer reinsten Form zu perfektionieren und zu verfeinern – nicht um Bewährtes neu zu erfinden, sondern um einen neuen, wohlüberlegten Ausdruck von Ferrari zu schaffen, zugeschnitten auf eine Welt, in der Interaktion zunehmend an Bedeutung gewinnt.
In der Entwicklungsphase arbeitete LoveFrom eng mit dem Ferrari Styling Centre unter der Leitung von Flavio Manzoni zusammen. Dabei wurde das Konzept mit Respekt vor seiner ursprünglichen Intention weiterentwickelt und gleichzeitig sichergestellt, dass jede Lösung Ferraris funktionalen Zielvorgaben, den baulichen Rahmenbedingungen sowie den Homologationsanforderungen eines serienmäßigen Straßensportwagens entspricht.
Der Innenraum ist als ein einziges, klares Volumen konzipiert. Formen wurden vereinfacht und rationalisiert, ganz im Dienste des Fahrens, um eine Atmosphäre zu schaffen, die ruhig, fokussiert und großzügig wirkt. Hardware und Software wurden gemeinsam entwickelt, sodass sich die physische Architektur und das Verhalten der Benutzeroberfläche harmonisch ergänzen. Zentrale Elemente wie Instrumententräger, Bedienfeld und Mittelkonsole sind eigenständig ausgeführt und klar um Eingaben (Bedienelemente) und Ausgaben (Displays) herum organisiert.
Dieser ganzheitliche Ansatz ist geprägt von außergewöhnlicher Sorgfalt und wurde bewusst von einigen der einflussreichsten Köpfe im Technologiedesign gestaltet. Jede Komponente wurde mit derselben Aufmerksamkeit und Präzision entworfen und entwickelt – leise, zielgerichtet und funktional. Alles fügt sich nahtlos zusammen und bildet eine ästhetische wie funktionale Einheit, die die emotionale Faszination des Ferrari-Fahrens bewahrt und zugleich intensiviert.
Auch die Produktionsprozesse wurden mit großer Umsicht betrachtet. Hochentwickelte Fertigungstechnologien stellen sicher, dass jedes Material in seiner edelsten Form zur Geltung kommt. Das Ergebnis ist eine Anmutung, die zugleich modern und zeitlos wirkt – mit Materialien, die nicht nur luxuriös, sondern authentisch sind und Ferraris Engagement für Qualität, Innovation und den bleibenden Wert handwerklicher Exzellenz unterstreichen.
Die Materialien wurden nach Kriterien der Haltbarkeit und Integrität ausgewählt. Die Designer entschieden sich bewusst für Aluminium aufgrund seiner Eignung für präzise Bearbeitung und für technisch ausgelegte Komponenten, die die Qualität und Schönheit des Werkstoffs hervorheben. Das verwendete Aluminium ist eine zu 100 Prozent recycelte Aluminiumlegierung, die aus massiven Blöcken mittels moderner 3- oder 5-Achs-CNC-Technologie präzise gefräst und anschließend einem hochmodernen Eloxalverfahren unterzogen wird. Diese Behandlung erzeugt eine ultradünne, hexagonale Zell-Mikrostruktur an der Oberfläche, die außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit, Härte und eine feine Mikrotextur gewährleistet. Das Ergebnis ist eine Oberfläche mit tiefer, dauerhafter Farbwirkung, die ihre Brillanz über lange Zeit bewahrt. Das Glas besteht aus präzisionsgefrästem Corning® Gorilla® Glass, das sich durch hohe Haltbarkeit, Kratzfestigkeit und exzellente Ablesbarkeit auszeichnet.
Letztlich ist das Interieurdesign des Ferrari Luce eine Synthese aus akribischer Handwerkskunst, Respekt vor der Tradition und durchdachter Innovation. Es bietet Ferrari-Enthusiasten eine neue Wahlmöglichkeit – eine, die die Vergangenheit ehrt, die Zukunft annimmt und das dauerhafte Bekenntnis der Marke zu Qualität, Leistung und kultureller Bedeutung beispielhaft verkörpert.
LOVEFROM
LoveFrom ist ein Kreativkollektiv aus Architekten, Künstlern, Ingenieuren, Filmemachern, Grafikdesignern, Industrie- und Interaktionsdesignern, Motion-Designern, Musikern, Sounddesignern, Typografen und Autoren. Das Kollektiv wurde 2019 von Sir Jony Ive gegründet und unterhält Studios in San Francisco und London. LoveFrom arbeitet eng mit OpenAI sowie an einer kleinen Anzahl ausgewählter Projekte, darunter Ferrari.
HUMAN INTERFACE
Basierend auf LoveFroms branchenprägender Expertise legt das Interface des Ferrari Luce einen starken Fokus auf Haptik, Klarheit und intuitive Bedienung. Das Designteam priorisierte physische Bedienelemente, die zur Berührung einladen und eine unmittelbare Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug schaffen. Entgegen der Konvention, dass Elektrofahrzeuge von großen Touchscreens dominiert werden, sind viele Bedienelemente des Ferrari Luce mechanisch ausgeführt und präzise konstruiert, um jede Interaktion einfacher, direkter und befriedigender zu gestalten. Inspiriert von klassischen Sportwagen und Formel-1-Einsitzern ist das Interface klar strukturiert und auf die wesentlichen Funktionen reduziert.
LENKRAD
Das Lenkrad des Ferrari Luce zollt Ferraris reichem Erbe Tribut und verbindet es mit moderner Innovation. Das Designteam entschied sich für eine vereinfachte Dreispeichenform als Neuinterpretation des ikonischen hölzernen Dreispeichen-Nardi-Lenkrads der 1950er- und 1960er-Jahre. Die Aluminiumstruktur der Speichen ist bewusst freigelegt und hervorgehoben, um die Festigkeit und Oberflächenqualität des Materials zu zeigen. Gefertigt aus 100 Prozent recyceltem Aluminium wurde die Legierung speziell für den Ferrari Luce entwickelt, um hohe mechanische Festigkeit und eine herausragende Oberflächenqualität für den Eloxalprozess zu gewährleisten. Das Lenkrad besteht aus 19 CNC-gefrästen Einzelteilen und ist 400 Gramm leichter als ein serienmäßiges Ferrari-Lenkrad.
Die Bedienelemente am Lenkrad sind in zwei analoge Bedienmodule gegliedert, was sowohl Funktionalität als auch Übersichtlichkeit sicherstellt. Diese intuitive Anordnung greift die Layouts von Formel-1-Einsitzern auf. Jede Taste wurde in mehr als 20 Tests mit Ferrari-Testfahrern entwickelt, um die bestmögliche Kombination aus mechanischem und akustischem Feedback zu erzielen.
SCHLÜSSEL UND SCHLÜSSELDOCK
Das Starten des Ferrari Luce ist als theatralischer und einprägsamer Moment inszeniert und knüpft an Ferraris Tradition an, das Fahrerlebnis emotional aufzuladen. Das Ritual beginnt mit dem Schlüssel – einem einzigartigen, haptischen Objekt. Der Schlüssel besteht aus Corning® Gorilla® Glass, dem ersten speziell für den automobilen Einsatz entwickelten Glas mit überlegener Haltbarkeit und Kratzfestigkeit bei gleichzeitig exzellenter optischer Leistung. Er verfügt über ein eigens entwickeltes E-Ink-Display, das aufgrund seiner bistabilen Eigenschaften nur beim Farbwechsel Energie verbraucht. Diese Umsetzung eines E-Ink-Displays stellt eine Premiere in der Automobilindustrie dar.
Beim Einsetzen des Schlüssels in das Dock in der Mittelkonsole startet eine präzise choreografierte Sequenz: Die Farbe des Schlüssels wechselt von Gelb zu Schwarz, während er sich mit der Glasoberfläche der Mittelkonsole verbindet. Gleichzeitig erwachen Bedienfeld und Instrumententräger zum Leben, steigern die Spannung und signalisieren den Übergang von Stillstand zu Bewegung.
DISPLAYS
Die drei Displays des Ferrari Luce – Instrumententräger, Bedienfeld und hinteres Bedienfeld – wurden mit höchster Präzision auf Klarheit und Zweckmäßigkeit hin gestaltet. Das Team widmete viel Zeit der Organisation von Eingaben (Bedienelemente) und Ausgaben (Displays), um ein intuitives und leicht verständliches Nutzererlebnis zu schaffen. Eine zurückhaltende, neu entwickelte Hausschrift verleiht Interface und Markenidentität eine kohärente typografische Stimme, inspiriert von historischen Ferrari-Schriftzügen und italienischer Ingenieursbeschriftung.
INSTRUMENTENTRÄGER (BINNACLE)
Der Instrumententräger bewegt sich gemeinsam mit dem Lenkrad und optimiert so den Blick des Fahrers auf die Anzeigen und unterstützt die fahrerische Performance. Ein am Lenksäulenmodul montiertes Kombiinstrument ist eine Premiere für einen Serien-Ferrari. Es besteht aus zwei überlappenden OLED-Displays, die gestochen scharfe Grafiken, brillante Farben und unendlichen Kontrast für ein bislang unerreichtes Seherlebnis bieten. Digitale und analoge Elemente verschmelzen in einer eigenständigen Einheit, die mit der Lenksäule verbunden ist und sich synchron mit Neigung und Auszug des Lenkrads bewegt.
Die akribische Detailarbeit am Instrumententräger erforderte die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von Samsung Display, um ein ultraleichtes und ultradünnes OLED-Panel zu entwickeln, das eine Weltneuheit aufweist: Drei große Aussparungen geben gezielt Informationen frei, die von einem zweiten Display hinter dem oberen Panel erzeugt werden, und erzeugen eine faszinierende visuelle Tiefe. Jede Öffnung ist durch eine klare Glaslinse geschützt und von eloxierten Aluminiumringen eingefasst, die das perfekte Gleichgewicht schaffen und den Stil des strukturellen Rahmens des gesamten Instrumententrägers aufgreifen.
BEDIENFELD (CONTROL PANEL)
Das Bedienfeld ist auf einem Kugelgelenk montiert und kann wahlweise zum Fahrer oder zum Beifahrer ausgerichtet werden – ein einzigartiges Merkmal, das das Ferrari-Erlebnis teilt und erweitert. Ergonomische Details wie eine Handballenauflage zur Bedienung des Panels steigern den Komfort zusätzlich. Diese Lösung ermöglicht eine mühelose, intuitive Bedienung auch ohne Blickkontakt und unterstreicht den Anspruch des Teams, komplexe Herausforderungen auf einfache und natürliche Weise zu lösen.
Der in das zentrale Display integrierte Multigraph ist ein Meisterwerk der Mikro-Ingenieurskunst. Dieses Symbol für Präzision und Innovation verfügt über ein proprietäres Uhrwerk mit drei unabhängigen Motoren, die die Zeiger autonom bewegen. Drei eloxierte Aluminiumzeiger gleiten über ein minimalistisches Zifferblatt, geschützt durch Corning® Gorilla® Glass. Ein fortschrittliches elektronisches Steuerungssystem ermöglicht vier Betriebsmodi – Uhr, Chronograph, Kompass und Launch Control – mit animierten Übergängen, die an feinste Zeitmesser erinnern. Der Multigraph ehrt Ferraris Tradition und definiert zugleich das Onboard-Erlebnis neu, indem er Uhrmacherkunst und Technologie zu einem Ausdruck der Leidenschaft und Exzellenz der Marke verbindet.
KOMBIINSTRUMENTE
Die Anzeigen orientieren sich sowohl an historischen automobilen Vorbildern als auch an der klaren, funktionalen Grafik der Luftfahrt, insbesondere von Hubschraubern und Flugzeugen. Sie sind so gestaltet, dass sie analogen Instrumenten ähneln und ein Gefühl von Vertrautheit und Haptik vermitteln, unter der Oberfläche jedoch vollständig digital arbeiten. Das Ergebnis ist ein Cockpit, das zugleich modern und klassisch wirkt, wobei jede Anzeige Informationen klar und grafisch präzise kommuniziert.
Die Grafiken des Instrumententrägers sind von der Klarheit und Eleganz historischer Instrumentenskalen inspiriert, insbesondere von Veglia- und Jaeger-Instrumenten der 1950er- und 1960er-Jahre. Mit jahrzehntelanger Erfahrung im Uhrendesign strebte das Team eine uhrengleiche Klarheit an und schuf ein modernes, sauberes Layout, das die Ablesbarkeit in den Mittelpunkt stellt. Informationen werden unmittelbar verständlich und intuitiv erfassbar dargestellt.
Dieser Ansatz folgt dem Ziel, die kognitive Belastung des Fahrers zu reduzieren. Durch die Anlehnung an die Einfachheit analoger Zifferblätter, bei denen die Zeit auf einen Blick erfasst werden kann, sollten auch die Anzeigen und Bedienelemente des Fahrzeugs ebenso intuitiv werden. Die Grafiken sind bewusst minimalistisch und klar gehalten, sodass der Fahrer wesentliche Informationen schnell und mühelos aufnehmen kann, ohne den Blick von der Straße abzuwenden.
SCHALTHEBEL (SHIFTER)
Der Schalthebel ist ein technisches Kunstwerk aus Corning® Gorilla® Glass. Funktional, robust und elegant wird er mit neuartigen Glasfertigungsverfahren hergestellt, die bislang noch nie im automobilen Interieur eingesetzt wurden. Um die von Ferrari geforderte Präzision zu erreichen, kamen Laser zum Einsatz, mit denen winzige Öffnungen – halb so breit wie ein menschliches Haar – in das Glas eingebracht wurden, um die Tinte für die Grafiken mit perfekter Gleichmäßigkeit zu platzieren. Gorilla® Glass bietet eine überlegene Oberflächenhaltbarkeit sowie eine höhere Stoß- und Kratzfestigkeit als herkömmliches Glas und wird auch für das Bedienfeld, den Instrumententräger und die Oberfläche der Mittelkonsole verwendet.
( Text & Fotos : Ferrari Presse- und Öffentlichkeitsarbeit )

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